Okavango Delta

Das Okavango Delta ist eines der größten Binnendeltas in der Welt. Es ist in der Tat so groß, dass es vom Weltraum aus sichtbar ist. Das Okavango Delta ist etwa so groß wie Belgien oder die Schweiz, wobei dieses riesige Gebiet erstaunlicherweise größtenteils von Menschen unbewohnt ist. Dieser herrliche Ort besteht aus permanenten Sumpfgebieten und saisonal überfluteten Ebenen. Das Delta beherbergt eine unglaubliche Vielfalt an afrikanischen Wildtieren und entsteht dort, wo der Okavango-Fluss in die riesige Kalahari-Wüste im Norden Botswanas fließt. Die Regenfälle, die zu dieser jährlichen Überschwemmung führen, fallen hauptsächlich im östlichen Hochland von Angola.

In einem kleinen Charterflugzeug zum ersten Mal in das Okavango-Delta zu fliegen, ist ein Erlebnis, das man nie vergessen wird. Die letzten menschlichen Siedlungen lässt man innerhalb einiger Minuten hinter sich. Von diesem Moment an sieht man nur noch eine glitzernde Weite aus Wasser und afrikanischem Busch, die sich bis zum fernen Horizont hin erstreckt. Es ist ganz normal, dass Sie von Ihrem Charterflugzeug aus auf dem Weg zu Ihrem ersten Camp im Okavango Delta die größeren afrikanischen Wildtiere unter sich sehen! Beobachten Sie Elefanten an, und Flusspferde in den Wasserlöchern, sowie große Herden von Büffeln und wenn Sie Glück haben, auch das eine oder andere Nashorn, das unter Ihnen entlang streift.

Da große Teile des Okavango Deltas die meiste Zeit des Jahres unter Wasser stehen, erfolgt der Zugang zum Delta überwiegend per Charterflug, meist von Maun aus (aber auch von Kasane aus). Maun ist eine kleine Grenzstadt am Rande des Deltas, die auch als das "Tor zum Okavango Delta" bekannt ist, und in der mehr Esel und Ziegen als Menschen leben.

Das Okavango Delta ist ein von der UNESCO geschütztes Welterbe, eines von nur zwei in Botswana. Es ist unterteilt in das Moremi Wildreservat, das als Nationalpark ausgewiesen ist, und in einen Flickenteppich privater und gemeindeeigener "Konzessionen". Das Moremi Wildreservat ist für die Öffentlichkeit und Selbstfahrer zugänglich und hat daher eine höhere Besucherzahl. Außerdem gelten im Moremi verschiedene Regeln: Offroad-Fahrten, Nachtfahrten sowie geführte Wanderungen sind dort nicht gestattet. Im Vergleich dazu sind alle diese Aktivitäten in den privaten Konzessionen im Okavango Delta erlaubt. Viele dieser Konzessionen sind weit über 100 000 Hektar groß, verfügen aber nur über ein oder zwei Camps mit jeweils 8 Zelten/16 Gästen, und nur diese haben Zugang zu diesem Gebiet. Dadurch wird Ihnen während Ihrer Safari ein Höchstmaß an Exklusivität und Privatsphäre gewährleistet, und selbst in der Hochsaison sind diese exklusiven privaten Konzessionen nie überfüllt. Aus diesem Grund ziehen wir es im Allgemeinen vor, unseren Kunden, anstatt des Moremi Wildreservats, die privaten Konzessionsgebiete im Delta zu empfehlen. 

Das Okavango Delta bietet das ganze Jahr über ein fantastisches Safarierlebnis. Es gibt jedoch drei Hauptjahreszeiten, die bei einem Besuch des Okavango Deltas zu beachten sind: die Grüne Saison, die Zwischensaison und die Hochsaison. Die Grüne Saison dauert normalerweise von November bis März. In dieser Zeit ist mit Regen zu rechnen und die Tierwelt verstreut sich eher, da einige Tiere in die Zentral-Kalahari wandern. Aufgrund des Wüstenklimas in Botswana regnet es jedoch oft nicht so viel und in den besten Gegenden des Deltas kann man immer noch viele Wildtiere beobachten. Die Zeit von April bis Ende Juni gilt als Zwischensaison. In dieser Zeit regnet es nur selten, obwohl der Busch in der Regel recht dicht ist. Während der Zwischensaison kehren jedoch die meisten der wandernden Tierarten ins Okavango Delta zurück. Wenn die Hochsaison beginnt (Juli bis Oktober), hat der Regen vollständig aufgehört, der dichte grüne Busch hat sich gelichtet und die Tiere halten sich in der Regel in der Nähe der permanenten Wasserlöcher auf. Folglich ist dies auch die Zeit, in der die Tierbeobachtungen am besten sind, allerdings sind dann auch die Preise am höchsten.

Das Okavango Delta gilt weltweit als eines der teuersten Safariziele in Afrika. Die Spitzenpreise treten vor allem in der Hochsaison, und insbesondere in den privaten Konzessionen auf. Bei einem Besuch in der Zwischensaison zahlt man ähnliche Preise wie an anderen Top-Safarizielen. Wenn Sie in der Grünen Saison reisen, kommen Sie in den Genuss von Sonderangeboten, was bedeutet, dass Safaris im Okavango Delta im Vergleich zu anderen Orten fantastisch günstig sein können.

Obendrein ist es besonders erwähnenswert, dass Botswana eine sogenannte "High Cost / Low Impact"(hohe Preise / geringe Umweltbelastung) Form des Tourismus praktiziert, die aus der Notwendigkeit heraus entstanden ist, den extrem empfindlichen Lebensraum des Okavango Deltas intensiv zu schützen und zu verwalten. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Belastung durch den Tourismus so gering wie möglich ist, da die Camps bzw. Lodges nur maximal 24 Gäste gleichzeitig beherbergen dürfen und die Anzahl der verfügbaren Campingplätze für mobile Fahrer und Selbstfahrer in den Regionen Moremi, Savuti und Chobe begrenzt ist.

Die Aktivitäten in den einzelnen Camps hängen von den verschiedenen Terrains ab, in denen sich diese befinden.

Die Aktivitäten in den einzelnen Camps hängen von den verschiedenen Geländeformen ab, in denen sie sich befinden. Wir unterscheiden im Allgemeinen zwischen "Wasser"-, "Trocken"- und "gemischten" Camps. Reine Wassercamps bieten keine Pirschfahrten an, da sie sich in sumpfigen Gebieten befinden. Hier stehen Mokoro-Ausflüge (traditionelle Einbaumkanus) und Bootsfahrten sowie geführte Wanderungen im Vordergrund. Diese Camps bieten ein landschaftlich sehr reizvolles Delta-Erlebnis und sind in der Regel preiswerter - man sollte jedoch bedenken, dass die Wildbeobachtungen in diesen Camps eingeschränkt sind. Die Trocken-Camps bieten nur Pirschfahrten und eventuell Wanderungen an, aber keine Aktivitäten auf dem Wasser, die Tierbeobachtung ist in diesen Camps ist hervorragend. Die gemischten Camps bieten sowohl Pirschfahrten als auch Aktivitäten auf dem Wasser an und sind generell zu empfehlen, da sie ein umfassendes Delta-Erlebnis und fantastische Tierbeobachtungen bieten.  Typischerweise drehen sich die Aktivitäten im Okavango Delta um Wildbeobachtungen und finden am frühen Morgen und am späten Nachmittag statt. Private Konzessionen bieten auch Nachtfahrten auf der Suche nach nachtaktiven Tierarten an.

Einige Camps bieten aufgrund ihrer Lage ganzjährig Wasseraktivitäten und geführte Wanderungen an, während in anderen Camps die Wasseraktivitäten vom Wasserstand im Delta und anderen saisonalen Faktoren abhängen. Zu den weiteren Aktivitäten gehören Wildbeobachtungen mit dem Hubschrauber und saisonales Angeln nach dem "catch & release" Prinzip (Fangen und Freilassen).

Da es keine Zäune im Okavango Delta gibt, können sich die zahlreichen Wildtiere in diesem Gebiet frei bewegen. Dennoch gibt es einige Regionen im Okavango Delta, die von bestimmten Wildtierarten bevorzugt werden. Diese Regionen sind uns bekannt und wissen, zu welcher Jahreszeit man selbige am besten besucht sollte.

Außerdem muss noch erwähnt werden, dass das Okavango Delta die Heimat einiger der weltweit am stärksten gefährdeten Arten von Großsäugetieren wie Geparden, Nashörnern, afrikanischen Wildhunden und Löwen ist. Zudem ist die Vogelwelt hier ausgesprochen vielfältig. Das Okavango Delta ist also ein absolutes Paradies für begeisterte Vogelbeobachter und ein absolutes Muss auf der Reiseliste eines jeden ernsthaften Safari-Enthusiasten!