Masai Mara Private Schutzgebiete

Die privaten Schutzgebiete in der Masai Mara sind eine relativ neue Entwicklung, wobei die ersten etwa 2005 gegründet wurden. Diese privaten Schutzgebiete sind jedoch eine der wichtigsten Erfolgsgeschichten im Bereich Naturschutz in Afrika! Sie haben das Safari-Erlebnis in der Masai Mara Region grundlegend verändert.

Die heutigen privaten Schutzgebiete der Masai Mara wurden ursprünglich von den örtlichen Massai-Gemeinden für die Viehweide und -zucht genutzt. Vereinbarungen mit Safari-Betreibern haben sie jedoch später zu Naturschutzgebieten gemacht. Die Massai haben jedoch immer noch begrenzte Rechte, ihr Vieh in diesen Gebieten zu weiden. Die Vereinbarung hat offensichtliche Vorteile für die lokalen Gemeinschaften und bietet ihnen eine verlässliche Einkommens- und Beschäftigungsquelle. Es gibt keine Zäune zwischen den privaten Schutzgebieten und dem Masai Mara National Reserve, so dass siech die Tierwelt frei über das gesamte Gebiet bewegen kann.

Der wahrscheinlich größte Vorteil der privaten Schutzgebiete ist die Exklusivität, die sie bieten, sowie der Mangel an Menschenmengen. Im Masai Mara National Reserve gibt es keine Begrenzung für die Anzahl erlaubter Fahrzeuge. In den privaten Schutzgebieten gibt es jedoch strenge Beschränkungen für die Anzahl der Camps in jedem Schutzgebiet - und nur diese Camps können in diesem Gebiet Pirschfahrten durchführen. Zudem gibt es auch Beschränkungen für die Anzahl der Fahrzeuge, die bei einer Sichtung zugelassen sind. Außerdem gibt es noch weitere Vorteile, so sind beispielsweise Pirschfahrten im Gelände erlaubt("off road"), und man kommt so der Tierwelt viel näher. Wandersafaris und Nachtfahrten sind in den meisten privaten Schutzgebieten ebenfalls gestattet.

Bei der Unterkunftswahl zwischen den jeweiligen privaten Schutzgebieten, oder der Wahl ob man in einem der Schutzgebiete oder dem Masai Mara National Reserve eine Unterkunft bucht, gibt es jedoch einige Dinge zu beachten. Nicht alle privaten Schutzgebiete haben die weiten offenen Grasebenen, für die die Masai Mara berühmt ist, und keines der privaten Schutzgebiete bietet die berühmten Flussüberquerungen während der Great Migration (Große Gnuwanderung). Alle Camps bieten jedoch Tagesausflüge in das Masai Mara National Reserve an. In der Zeit der Great Migration bevorzugen begeisterte Fotografen, die das Spektakel der Flussüberquerungen festhalten möchten, möglicherweise lieber eine Unterkunft im Masai Mara National Reserve. Die Preise der Camps in den privaten Schutzgebieten sind im Allgemeinen teurer als in den Camps ähnlicher Qualität im Masai Mara National Reserve.

In den folgenden Abschnitten werden die verschiedenen privaten Schutzgebiete ausführlicher beschrieben.

 

Olare Motorogi Schutzgebiet

Das Olare Motorogi Schutzgebiet ist, unserer Meinung nach eines der besten privaten Schutzgebiete. Es war eines der ersten privaten Schutzgebiete, das gegründet wurde, und setzte den Maßstab für nachhaltigen Tourismus und Exklusivität. Die anderen privaten Schutzgebiete leistetet Folge. Mit seinen weiten offenen Grasebenen und der hervorragenden Wildbeobachtung bietet es ein Safari-Erlebnis, das so gut oder sogar besser ist als im Masai Mara National Reserve. Mit nur einer begrenzten Anzahl kleiner Camps, die im Olare Motorogi betrieben werden dürfen, ist es nie überfüllt.

Sollten Gäste des Olare Motorogi das Masai Mara National Reserve besuchen wollen, so ist wichtig zu wissen, dass es sich in der Nähe des ausgezeichneten Musiara-Sektors des Masai Mara National Reserves befindet. In diesem Sektor finden einige der spektakulärsten Flussüberquerungen des Mara-Flusses während der Migrationssaison statt.

Angesichts der hochwertigen Erfahrung, die Olare Motorogi bietet, ist es nicht verwunderlich, dass die Preise im Allgemeinen zu den höchsten in der Masai Mara Region gehören. Camps wie Mahali Mzuri und Mara Plains gehören zu den luxuriösesten und teuersten Camps in der Region.

Für Besucher, die das Budget haben, bietet das private Schutzgebiet Olare Motorogi eines der besten und exklusivsten Safari-Erlebnisse in der Masai Mara Region.

 

Mara North Schutzgebiet

Mit 320 km² Land ist Mara North das größte private Schutzgebiet, und bietet die gleichen weitläufigen Grasebenen und gleichwertig hervorragende Wildbeobachtung, die man im Masai Mara National Reserve findet.

Für Gäste, die das Masai Mara National Reserve besuchen möchten, ist es der Musiara-Sektor die nächst gelegene Möglichkeit zum Schutzgebiet. Dieser Sektor bietet einige der besten Wildbeobachtungen im Reservat sowie einige der spektakulärsten Flussüberquerungen des Mara-Flusses während der Zeit der Migration.

Es gibt eine gute Auswahl an Camps im Mara North Schutzgebiet. Das größere Karen Blixen Camp ist preislich eines der günstigsten der privaten Schutzgebieten, während Serian und Saruni Mara kleine, intime und gehobene Unterkünfte anbieten. Mara North ist eines der beliebtesten privaten Schutzgebiete.

Die Kombination aus klassischen Grasebenen, hervorragenden Wildbeobachtungen und preisgünstigen Camps hat somit ein fantastischen Preis-Leistungs-Verhältnis zur Folge. 

 

Naibosho Schutzgebiet

Naibosho ist mit über 200 km² unberührter Savanne und wildem Busch eines der größten privaten Schutzgebiete. Das Gelände in Naibosho ist vielfältig und ganz anders als im Masai Mara National Reserve. Es ist eine Mischung aus Felsvorsprüngen, kleinen Hügeln, trockenen Flussbetten, Busch und kleinen Grünlandflächen. Es sollte jedoch beachtet werden, dass es an den weiten offenen Grasebenen mangelt, für die die Masai Mara berühmt ist. Alle Camps hier bieten einen Tagesausflug in das Masai Mara National Reserve an. Jedoch ist die Fahrt zu den besten Gegenden in der Nähe des Mara-Flusses ziemlich lange.

Die Wildbeobachtungen in Naibosho sind  ausgezeichnet. Man findet hier einige der höchsten Anzahl an Löwen in der Mara-Region. Auch Geparden und Leoparden werden hier regelmäßig gesichtet, sowie reichlich Flachwild. Die Camps hier bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zu günstigeren Preisen als Camps ähnlicher Qualität in anderen Teilen der Masai Mara.

Das Naibosho Schutzgebiet bietet ein wahrhaft wildes und exklusives Safari-Erlebnis mit hervorragenden Wildbeobachtungen. Als Erstbesucher Kenyas, und sollte dies der einzige Stop Ihrer Kenya Reise darstellen, würden wir Ihnen diesen Ort, wegen dem Mangel an offenen weiten Graslandschaften, nicht empfehlen. Es wäre jedoch eine fantastische Option für wiederkehrende Besucher der Masai Mara, oder in Kombination mit einem Camp im Masai Mara National Reserve, oder dem Schutzgebieten Olare Motorogi und Mara North.

 

Ol Kinyei Schutzgebiet

Ol Kinyei ist eines der kleinsten privaten Naturschutzgebiete mit 65 km² Land und nur zwei permanenten Zeltlagern, die beide von Porini Safaris betrieben werden. Das Gelände hier ähnelt dem des Naibosho Schutzgebietes, mit einer wirklich vielfältigen Mischung aus Felsvorsprüngen, kleinen Hügeln, trockenen Flussbetten, Busch und kleinen Graslandschaften. Besucher sollten sich nicht von der geringen Größe des Schutzgebiets abschrecken lassen, da die Camps hier die Erlaubnis haben, Pirschfahrten im viel größeren Naibosho Schutzgebiet durchzuführen, in dem die Wildbeobachtungen hervorragend sind. Die Preise in den Camps des Ol Kinyei Schutzgebiets gehören auch zu den günstigsten aller privaten Schutzgebiete. Dies ist also eine fantastische Option für Reisende, die ein kleineres Budget haben, aber dennoch ein exklusives Safari-Erlebnis in der Masai Mara Region suchen.