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Etosha Pan

Das Etosha-Gebiet ist durch die monumentalen Aufnahmen im 1968 gedrehten Stanley-Kubrick-Film "2001: Odyssee im Weltraum" bekannt geworden. Die Etosha-Pfanne ist eine Lehmpfanne mit Salzgehalt und weist eine charakteristische weiße und grünliche Oberfläche auf. Im Gegensatz zu den kleineren Nebenpfannen weist die Etosha-Pfanne nicht die Charakteristiken einer klassischen Salzpfanne auf. Sie erstreckt sich über 4760 km² bei einer maximalen Länge von 120 km und einer maximalen Breite von 55 km. Die Pfanne liegt ungefähr 1.000 m ü. NN und gehört zur Kalahari-Senke, die sich über weite Teile Botswanas, Ost- und Nordnamibias erstreckt.

Obwohl das Gebiet des heutigen Nationalparks den ansässigen Stämmen – Ovambo, Herero und San – seit Jahrhunderten als Weide und Jagdgebiet bekannt war, waren erst 1851 der schwedische Forscher John Charles Andersson und der englische Wissenschaftler Francis Galton, ein Vetter Charles Darwins, die ersten Europäer in diesem Gebiet. In seinem Reise- und Forschungsbericht „Ngamisee“ schrieb Andersson: „Im Laufe des ersten Reisetages durchquerten wir eine riesige Senke, Etosha genannt, die eine Salzkruste bedeckte und deren baumbestandener Rand sich deutlich abzeichnete. In Afrika heißen solche vergleichbaren Stellen häufig 'Salzpfannen'. Die Oberfläche besteht aus grünlichem Lehm mit verstreuten kleinen Sandsteinbrocken von purpurner Farbe. In manchen Regenzeiten, erklärten uns die Ovambo, sei das Gelände überflutet und sähe dann wie ein See aus; jetzt war es aber vollkommen trocken und der Boden stark vom Salz durchsetzt.“

Die beiden machten auch im Fort Namutoni Rast. In den 1860er Jahren zogen auch die Dorslandtrekker (Durstland-Trecker) von Transvaal, Südafrika, kommend hier durch auf ihrem Weg nach Angola. 1876 durchstreifte der amerikanischen Handelsreisenden Gerald McKiernan das damalige Deutsch-Südwestafrika und kam nach Durchquerung der Namib zur Etosha-Pfanne und entdeckte die Quelle im heutigen Okaukuejo.

Die Senke entstand durch tektonische Aktivitäten vor 2 bis 4 Millionen Jahren. Vor 4 bis 10 Millionen Jahren sammelte sich dort Wasser und bildete durch verschiedene Zuflüsse, die heute jedoch nicht mehr nachweisbar sind, einen Binnensee (Ekuma-See). Durch eine Änderung der Flussläufe - es wird vermutet, dass der Kunene früher ebenfalls den See speiste - trocknete der See aus und hinterließ die heutige Kalk- und Salzpfanne. Die ganzjährig spärliche Vegetation verleiht der Etosha-Pfanne ihre charakteristische oben beschriebene Färbung.

Außerhalb der eigentlichen Pfanne gibt es zahlreiche natürliche Wasserstellen durch artesische Quellen (Wasser wird mit Druck an die Oberfläche gefördert), den Grundwasserspiegel oder Kontakt-Quellen (Formationen unterschiedlicher Durchlässigkeit treffen aufeinander). In besonders reichen Regenjahren läuft die Etosha-Pfanne ca. 10 cm hoch voll und lockt dann tausende Flamingos, Wat- und andere Wasservögel an, die hier auch brüten. Das Wasser speist in guten Regenjahren auch einige Nebenflüsse des Kunene, z. B. den Ekuma und den Oshigambo in Nordosten und den Omuramba Ovambo im Osten. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt von November bis Februar ca. 410 - 440 mm. Das Wasser hat dann einen doppelt so hohen Salzgehalt wie Meerwasser.