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Kleine Insel, großes Abenteuer: Steffi entdeckt Réunion
Posted on 20th August 2025
Mit Augenringen und Druck hinter den Augäpfeln nach einem schlaflosen Nachtflug lande ich zum zweiten Mal auf der wunderschönen Insel Réunion. Ich habe mich bei meiner letzten Reise vor sechs Jahren in diese magische Insel verliebt. Damals war es eine reine Urlaubsreise, bei der ich Freunde besucht und die Insel mit dem Auto erkundet habe. Dieses Mal habe ich die Gelegenheit genutzt, in meiner beruflichen Funktion „auf Einladung” bei der zweiten Ausgabe der Veezit Tourism Trade Show teilzunehmen.
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| Réunions offizielle Flagge |
Die Insel Réunion ist ein echter versteckter Juwel im französisches Überseegebiet des Indischen Ozeans. Aufgrund ihrer unglaublichen Artenvielfalt gehört die Insel zum UNESCO-Weltnaturerbe. Mit ihren dramatischen Landschaften und Vulkanen, ihrem reichen Meeresleben und ihren atemberaubenden Stränden bietet Réunion eine Vielzahl von Abenteuern und Outdoor-Aktivitäten. Réunion ist ein kultureller Schmelztiegel mit einer interessanten Geschichte und einer Mischung aus französischen, afrikanischen, indischen und madagassischen Einflüssen.
Obwohl Réunion nur etwa 2512 km² groß ist (25 % größer als ihre Nachbarsinsel Mauritius), verfügt es über mehr als 1000 km Wanderwege für jeden Geschmack und jedes Niveau.
Die kurze Fahrt vom Flughafen zum Hotel dauert länger als erwartet, denn selbst im Paradies gibt es Berufsverkehr und Verkehrs-Staus. Als wir vor dem Hotel vorfahren, steht uns ein höflicher und redegewandter Guide zur Seite, der uns mit unserem Gepäck hilft. Der bevorstehende Tag wird anstrengend, denn die Messe beginnt um 9 Uhr, sodass nur Zeit für eine schnelle Dusche und einen Kaffee im Hotel bleibt.
Als wir am Messegelände ankommen, werden wir herzlich von Jerome und seiner Assistentin Marie, den Organisatoren der Messe und der anschließenden Bildungsreise, begrüßt. Das Messegelände ist im Vergleich zu anderen regionalen und internationalen Messen, die ich besucht habe, recht klein und bietet einen Überblick über praktisch alles, was diese Insel zu bieten hat.
Es gibt Händler, die selbst angebaute Zuckerrohr- und Gewürzprodukte in unzähligen Variationen anbieten, Luxushotels und familiengeführte Pensionen, Aktivitäten aller Art, gehobene Restaurants, Wanderunternehmen und verschiedene Tourismusverbände, die verschiedene Gebiete der Insel vermarkten.
Ich sehe ein Podium und Stühle, wo wir später Vorträge über internationalen, nachhaltigen Tourismus und Umweltmanagement anhören. Schnell wird klar, dass die Insel darauf abzielt, ihren internationalen Tourismusmarkt auszubauen.
Wir werden zu einem Kochkurs des lokalen Starkochs Claude Fremy geführt und lernen einige spannende, schnell zubereitete lokale Gerichte kennen, deren Namen ich mit meinem gebrochenen Französisch nur schwer aussprechen kann. Claude zeigt uns, wie man aus einer Ananas einen Papageien schnitzt. Meiner sieht am Ende eher aus wie ein Dodo, ein einst in Mauritius einheimisches Tier, dass aber mittlerweile ausgestorben ist. Chef Fremy’s Gesichtsausdruck zufolge wird meinen Ananans-Dodo daselbe Schicksal ereilen. …
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Nach zwei Tagen verlassen wir die Messe, teilen uns in zwei Gruppen auf und machen uns in verschiedene Richtungen auf, um die Insel zu erkunden. Mein Reiseleiter Renald ist ein freundlicher, bescheidener Franzose, der ausgezeichnet Englisch und Japanisch spricht, eine Fähigkeit, die, wie ich erst später erfahre, während wir auf unserer Reise Geschichten austauschen, er während seines zehnjährigen Aufenthalts als buddhistischer Mönch in Japan erworben hat.
Wir besuchen lebhafte Märkte, auf denen lokales Obst und Gemüse verkauft wird, von denen einige nur auf dieser Insel wachsen und die ich noch nie zuvor gesehen habe.
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Ein Höhepunkt unserer viertägigen Reise rund um die Insel ist eine Kajak-Tour des Niagara Canoe Kayak Clubs in Sainte-Suzanne, wo wir am Wasserfall eine Runde schwimmen können. Ich bin etwas irritiert von dem Müll am Ufer und einem riesigen Müllsack, der an unserem, eher uninteressanten Guide vorbei schwimmt und völlig ignoriert wird. Das trübt zwar nicht das Erlebnis, ist aber ein kleiner Wermutstropfen…
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Ein weiterer Höhepunkt und ein absolutes Muss ist der Besuch des Piton de la Fournaise (Gipfel des Schmelzofens), einer der bemerkenswertesten und aktivsten Vulkane der Welt und gleichzeitig auch ein wichtiges Wahrzeichen der Insel Réunion. Ich habe den Vulkan 2019 während meiner letzten Reise viele Stunden lang bestiegen, und nur einen Tag später brach der Vulkan aus! Dieses Ereignis begeistert die Einwohner Réunions sehr – sie sagen humorvoll, der Vulkan habe gefurzt, da er vor und während des Ausbruchs Gas und Dampf ausstößt und zu rumoren beginnt. Der Piton de la Fournaise gilt als „freundlicher und sprudelnder” Vulkan (Lava strömt und explodiert nicht). Die Lava fließt über gut überwachte Wege ins Meer.
Unter den Flanken des Piton de la Fournaise auf Réunion befinden sich einige unglaubliche Lavaröhren oder -tunnel, die mit einem Führer im Rahmen einer spannenden Aktivität erkundet werden können.
Ein Besuch der Cirques von Cilaos, Mafate und Salazie sollte ebenfalls nicht versäumt werden. Diese drei riesigen Erosions-Amphitheater sind von unglaublichen Gipfeln umgeben.
Bemerkenswertes:
- Mafate hat keine Straßen und ist nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber erreichbar.
- Cilaos ist bekannt für atemberaubende Wanderungen, heiße Quellen und Schluchtenwandern.
- Salazie ist üppig grün und hat wunderschöne Wasserfälle wie den Voile de la Mariee.
Réunion bietet auch ruhige weiße Sandstrände wie L´ Érrmitage und Saline-les Bains an der Westküste, die sich hervorragend zum Tauchen und Schnorcheln inmitten einer reichen Unterwasserwelt und noch sehr aktiven Korallenriffen eignen.
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Wenn es die Zeit und das Budget zulassen, würde ich auf jeden Fall eine Kombination aus Réunion und Mauritius empfehlen. Réunion für einen aktiveren Start in die Reise, gefolgt von Mauritius für eine wohlverdiente Auszeit am Strand mit Schwimmen in badewannenwarmen Lagunen.
Es gibt unzählige Highlights, über die ich schwärmen könnte, wenn es um Réunion geht, ich kann diese Rezension jedoch nicht abschließen, ohne die fabelhafte Küche zu erwähnen. Ich war nie ein „Feinschmecker”, aber mit zunehmendem Alter habe ich gute und gesunde Ernährung immer mehr zu schätzen gelernt. Das Essen auf Réunion hat jedoch ein ganz anderes Niveau und geht über „Essen” und „Nahrungsaufnahme” hinaus. Jede Mahlzeit, die wir auf dieser Reise hatten, war Weltklasse und ein echtes kulinarisches Erlebnis und eine Geschmacksexplosion. Die Präsentation, die Aromatik und die Kreation waren einfach hervorragend. Aber das alles hat seinen Preis, und da Réunion zur Eurozone gehört, muss man bereit sein, entsprechend dafür zu bezahlen.






























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