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War es das wert? Steffi’s Begegnung mit Ugandas Berggorillas
Posted on 24th February 2026
Keuchend setze ich einen Fuß vor den anderen und schiebe mich gemeinsam mit meiner kleinen Gruppe von etwa zehn Personen – Touristen, Trägern und Wildführern – den steilen Berg hinauf. Um uns herum liegt die atemberaubende Kulisse des tropischen Nebelwaldes im Bwindi-Nationalpark in Uganda. Die Luftfeuchtigkeit ist erdrückend: weit über 80 Prozent, schwer wie eine Decke, die sich über alles legt.
Hinter uns liegt eine endlos lange Anfahrt von Kampala bis in den Bwindi-Nationalpark. Ein ganzer Tag auf der Straße, geprägt von dichtem Verkehr in der Hauptstadt, schlecht ausgebauten Straßen und holprigen Sandpisten. Erst spät am Abend, völlig erschöpft, erreichen wir den Parkeingang.
Trotz der großen Vorfreude auf die bevorstehende Begegnung lässt mich ein Gedanke nicht los: War es das wert? Lohnt sich dieser Aufwand wirklich?
Seit Jahren steht die Begegnung mit den Berggorillas ganz oben auf meiner Wunschliste. Lange habe ich darauf gespart, denn dieses Erlebnis ist alles andere als günstig.
Und nun, so kurz vor dem Ziel, beginne ich plötzlich, alles infrage zu stellen. Würden meine Erwartungen erfüllt werden?
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Schweigend kämpfen wir uns weiter den Berg hinauf, folgen schmalen, scheinbar endlosen Pfaden. Die Stunden ziehen vorbei, eine nach der anderen. Spurenleser, Träger und eine Handvoll Touristen – in ihren Gesichtern liegt dieselbe Mischung aus Anspannung, Müdigkeit und Erwartung. Plötzlich bleibt der führende Guide stehen. Mit ruhiger Stimme bittet er uns, die Rucksäcke abzulegen und nur die Kameras mitzunehmen. Mit einer Geste forderte er uns auf zu folgen, und leise zu sein. Noch immer sehe und höre ich nichts. Nach wenigen Metern treten wir aus dem dichten Grün in eine kleine Lichtung. Ich blinzle. Erst nach einigen Sekunden begreife ich, was sich vor mir abspielt. Dort, tief verborgen im Regenwald Ugandas, hoch oben im Bwindi-Nationalpark, sitzt eine Familie von Berggorillas. Angeführt von einem etwa 250 Kilogramm schweren Silberrücken, der uns keinen Augenblick aus den Augen lässt. Die eine Stunde, die für diese Begegnung streng festgelegt ist, fühlt sich an wie ein Augenblick. Die Zeit scheint stillzustehen – und vergeht doch gleichzeitig wie ein Lichtstrahl im Universum. Es ist einmalig. Und überwältigend. |
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Lohnt es sich? Ja, ohne jeden Zweifel! Diese Begegnung zählt auch Jahre später noch zu meinen beeindruckensten und schönsten Afrika-Erlebnissen.
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