Elephant Pan
Elephant Pan: Aus unserer Sicht
Wir erreichten Elephant Pan in der Mittagshitze. Die Lodge liegt im weitläufigen Khwai Private Reserve im ikonischen Okavango Delta. Zu dieser Tageszeit sieht man im afrikanischen Busch normalerweise nur wenige Tiere – selbst in einem so wildreichen Gebiet wie Khwai. Umso größer war unsere Überraschung, als wir die Stufen zur Hauptlodge hinaufstiegen und uns plötzlich, keine zwanzig Meter entfernt, mehrere große, ruhige Elefanten gegenüberstanden, die lautlos im Wasser der Hyena-Pan standen und uns beobachteten. Das Mittagessen war augenblicklich vergessen und die Kameras schnell gezückt. So läuft es in Elephant Pan: Man kommt an – Elefanten. Man geht zum Zelt – Elefanten. Man wacht morgens auf – und die Elefanten sind weiterhin am Wasserloch, dem die Lodge ihren Namen verdankt.
Elephant Pan liegt in einer relativ neuen fotografischen Konzession, weit entfernt vom Khwai Village und dem Khwai River. Wir empfinden das als klaren Vorteil, denn das Dorf und das Flussgebiet sind inzwischen sehr überlaufen. Nicht selten reiht man sich dort in eine Kolonne von Safarifahrzeugen ein, die einem Leoparden viel zu dicht folgen.
Die Konzessionsmanager von Elephant Pan sind eng in den täglichen Betrieb eingebunden. Ihre Leidenschaft spiegelt sich im hervorragenden Service, in der Sauberkeit des Camps und der reichhaltigen, frischen Küche wider. Besonders beeindruckt haben uns die Guides und Fahrer des Camps. Unser Guide stammte aus einem San-Stamm im Delta, wo er aufgewachsen ist, und vermittelte faszinierende Einblicke in Geschichte, Flora und Fauna des Gebiets.
Bei unserer Ankunft aßen Gäste aus Neuseeland und Malta gerade auf dem Deck und schwärmten davon, dass sie seit einer Woche auf Safari seien, „aber das Beste – Elephant Pan – sich bis zum Schluss aufgehoben hätten“. Wir hören aufmerksam zu, was andere Gäste sagen – und das war ein eindeutiges Lob.
Das Camp verfügt über acht großzügige, gut ausgestattete Zelte mit Holzböden, die in einem Hufeisen um die Pfanne liegen. Während der Wintermonate werfen die Mopane-Bäume ihre Blätter ab, wodurch die Privatsphäre etwas abnimmt. Die Zelte selbst sind jedoch modern, hell, sauber und sehr einladend.
Elephant Pan bietet ausgezeichnete Buschwanderungen mit hervorragend ausgebildeten Guides sowie die berühmten Skybeds (Details unten), die wir als außergewöhnlich und absolut empfehlenswert empfanden.
Elephant Pan: Auf einen Blick
- 8 moderne Zelte im Mopane-Wald an der Elephant Pan
- Schwimmbecken
- Hervorragende Tierbeobachtungen im Camp und in der gesamten Konzession
- Spannende Buschwanderungen mit sehr gut ausgebildeten Guides
- Engagiertes, leidenschaftliches Management
- Unterirdisches Versteck für Tierbeobachtungen aus nächster Nähe
- Einzigartiges Skybed-Erlebnis
- Anreise über die Banoka Landepiste, ca. 1 Stunde Fahrt zum Camp
Elephant Pan: Im Detail
Neben den vielen Elefanten an der Pfanne sahen wir während unserer Zeit im Camp auch Zebra, Hyänen, Giraffen und Warzenschweine, die dort zum Trinken kamen.
Da uns die Buschwanderungen besonders interessierten, machten wir uns zunächst auf den Weg zum neuen unterirdischen Versteck an einer kleinen Wasserstelle nördlich von Elephant Pan. Als wir ankamen, drängten sich jedoch so viele Elefanten am Wasserloch, dass einige von ihnen buchstäblich den Eingang zum Hide blockierten. Nach etwa einer halben Stunde – die Elefanten machten keine Anstalten, sich zu bewegen – setzten wir unseren Weg zu Fuß fort.
Unser Ziel war ein längerer Bushwalk zu den Skybeds, um pünktlich zu den Sundownern dort anzukommen. Unser Guide war einer der Besten, die wir je auf einer Fußsafari erlebt haben. Er war im Delta aufgewachsen und erzählte faszinierende Geschichten – etwa von einer Wanderung seiner Familie nach Namibia, ohne Pässe und quer durch das Delta, oder wie man mithilfe von Bohnen und einer Sandgrube Fasan fängt. Währenddessen führte er uns geschickt zwischen Elefantenherden hindurch, hielt nach Spuren Ausschau, achtete auf uns – und trug zu unserer Sicherheit eine schwere Jagdwaffe. Wirklich beeindruckend.
An den Skybeds angekommen, genossen wir Sundowner und einen spektakulären Sonnenuntergang auf dem oberen Deck. Die Skybeds sind zweistöckige Holzkonstruktionen, hoch über dem Boden. Unten befindet sich ein Badezimmer, oben ein offenes Hochdeck mit Bett. Eine mobile Küche sorgt für die Verpflegung, Moskitonetze stehen bereit, und bewaffnete Ranger halten aus Abstand Wache. Sollte Gästen das Erlebnis zu nah an der Natur sein – was wohl öfter vorkommt –, bringt ein Fahrer sie jederzeit sicher zurück ins Camp. Wir jedoch würden eine Nacht unter dem afrikanischen Sternenhimmel, begleitet von Löwenrufen und Hyänenlachen, jederzeit wärmstens empfehlen.
Einige kleine Einschränkungen gibt es dennoch: Wasseraktivitäten wie Mokoro- oder Bootsfahrten werden nicht angeboten, da Elephant Pan nicht in der Nähe der permanenten Okavango-Feuchtgebiete liegt. Zudem ist die Fahrt vom Banoka Airstrip etwa eine Stunde lang. An warmen Tagen kann diese Strecke nach einer langen Reise etwas anstrengend wirken.
Wir empfehlen Elephant Pan sehr – vor allem wegen der hervorragenden Guides und der eindrucksvollen Wandersafaris. Ausserdem ist es ein sauberes, komfortables, authentisches Camp mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis in einer wildreichen Region.






































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